„Er die Eiche, sie der Efeu“

Es ist wie damals, als ich Sims gespielt habe. Gegessen wurde nicht, bevor das Paar verkuppelt war und Hochzeit gefeiert wurde. Gespielt wurde bis in die tiefe Nacht. Reale soziale Kontakte wurden nicht sehr gepflegt, es sei denn, man konnte mit ihnen eine Sims-Party veranstalten. Die Gedanken schwirrten nur noch um den beruflichen Erfolg von Vater-Sims. Vom Computer war man sowieso nicht wegzubekommen.

Sims ist diesmal eine Hausarbeit. Eine Hausarbeit über gute Töchter im 19. Jahrhundert. Hausarbeit Nr. 2 also, Nr.1 war ja nicht auszuhalten. Aber Nr.2. Mein Gott, das wird ein Traum! Schon jetzt esse ich nur begrenzt, um genug Zeit für Joachim Heinrich Campe und seinen väterlichen Ratschlag für seine Tochter zu haben. Ich bilde mir nun nicht mehr ein, dass mein Tagestiefpunkt um 14.00 Uhr beginnt und bis zum nächsten Tag um 9.00 Uhr anhält. Ich lese und schreibe selbst in den Nachmittags- und Abendstunden. Soziale Kontakte? Ja, aber die lebten im 19. Jahrhundert und entspringen dem westfälischen Landadel. Die Gedanken kümmern sich nur noch um Erziehungsratgeber und Frauenbilder. Und der Lapotop ist mein bester Freund.

Yes, Hausarbeit Nr.2 ist geilo.

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