Zwei Sachen

1. Mein Blog wurde über die Suche „begabte Beate“ gefunden. Das macht mich stolz. Fast stolzer als die Eingabe „Strumpfhose“ oder „Weihnachtliches Nägeldesign“.

2. Ich liebe es, wenn Menschen zu laut denken. Und das Ganze auch noch online festhalten. Genau mein Humor.

Oben, unten, links und rechts.

Ich habe ein sehr merkwürdiges Schamverhalten. Ich kann stundenlang „Bauer such Frau“ oder „Frauentausch“ gucken und mich köstlich amüsieren. Ich könnte jeden Tag dabei zusehen, wie sich die begabte Beate von „Schwiedertochter gesucht“ stündlich in jemand anderen verliebt, auch in Regaleinräumer Stefan. Es macht mir nichts aus, ich gucke es sogar mit Freude. Man könnte meinen, meine Schamgrenze ist ziemlich weit oben. Aber dann sollte man sich angucken, wozu ich schammäßig bereits in der Lage bin.

Hier ein Auszug aus meinen täglichen, schamvollen Gedanken.

1. Von oben, wie von links nach recht. BÄH. Es gibt Menschen, die meinen, sie müssten aus einem Wort, sagen wir aus ihrem eigenen Namen, sagen wir aus „Mandy“, 5 neue Wörter schreiben. Das tun sie, in dem Sie „Mandy“ vertikal schreiben und horizontal werden aus den Buchstaben M A N D und Y Charaktereigenschaften gebildet. Etwa so:

M usikalisch

A ufregend

N ett

D rogensüchtig

Y oung

Da kriege ich zu viel. Diese Buchstabenanordnung, und vor allem diese Reihe an Eigentschaften, die so uninteressant und unwichtig und unpassend ist, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Daruaf gekommen bin ich übrigens durch einen Bericht über streikende Lokführer, die sich ein GANZ TOLLES Plakat ausgedacht haben.

Also Bitte??!?! Da wollte jemand intelligent sein. Da wollte jemand einem Wort eine doppelte Bedeutung geben. JA. Das verstehe ich ja. Das kann dieser jemand ja auch gerne tun und er kann sich gerne die wildesten Kombinationen an Buchstaben ausdenken. Aber bitte, bitte, bitte nicht, wenn er dafür das eine Wort nach unten schreiben muss und die anderen Wörte im 90° Winkel dazu. Bitte nicht. Und bitte, bitte: er darf sich auch nich altklug, witzig und intelligent dabei vorkommen. Und bitte: Er soll mich davon verschonen.

Ehrfurcht

Ich habe Ehrfurcht vor Menschen, die ohne Murren zum Zahnarzt gehen und die größten Schmerzen über sich ergehen lassen.

Ich habe Ehrfurcht vor Menschen, die im Schwimmbad duschen können, ohne sich vor all den Haaren so zu ekeln, dass sie fast Ekelpickel kriegen.

Ich habe Ehrfurcht vor Menschen, die schneller sind als die Aldi-Kassiererin. Und dabei das Portemonnaie nicht fallen lassen.

Ich habe Ehrfurcht vor Menschen, die es jeden morgen schaffen, sich ihre Haare zu stylen und Wimperntusche nicht als lästig empfinden.

Ich habe Ehrfurcht vor Menschen, die heute ihre Tiefkühltruhe abgetaut haben, ganz alleine, und noch Küchenwerkzeuge ihrer WG-Ahnen im Kühltruheneis gefunden haben. Und die Aktion trotzdem abgehschlossen haben. Und sich anschließend sogar getraut haben, wieder etwas in die Teiflkühltruhe zu stellen, ohne Angst vor in die Jahre gekommene Keime zu haben.

Eine dieser Heldentaten habe ich heute vollbracht, die restlichen kann ich mir im Traum nicht vorstellen.

Man sollte öfter Ehrfurcht haben.

Philippa und Harry

Ich konnte dieses Traumereignis also doch gucken, wenn auch mit Murren der männlichen Vertreter der Kinderbespaßung. Aber die Hochzeit lief und so saß ich mit einer Freundin vor unserem zum Hochzeitsaltar umfunktionierten Kamin und habe diesen adligen Traum auf einer Burg verfolgt. Dass Kate wunderschön war und alles überstrahlte, was jemals zu einer königlichen Hochzeit schritt (man bemerke, dass ich eigentlich eine Victoria-Sympathisantin bin), muss ich nicht mehr erwähnen. Herrgott, ein so schönes Kleid mit einer so hübschen Braut. Und dass ich ganz gerührt war, als ihr Vater ihre Hand nahm, sie dem Bischof gab und dieser sie in Willis Hand legte, muss auch nicht mehr gesagt werden. Und dass ich diese Szene bestimmt ganz oft nachgespielt habe, verschweiden wir am besten auch. Und dass ich seit Freitag zumindest besser winken kann als Kate und William zusammen, ist ja nicht schwer. So ein Kinderwinken!

Aber was gesagt werden muss: Prince Harry, du bist mein Held! Erst aufgeregter als der Bräutigam himself und dann scherzend und lachend ein bisschen Bestman spielen. Und dann Harry in der Kutsche mit den kleinen Kindern, dann auf dem Balkon neben Philippa, die auch nicht gerade wegen Hässlichkeit auffällt. Wie gerne ich in diesen Momenten neben Harry gestanden wäre, um einfach nur zu hören, was er labert. Und ja, ich habe schon jeglich Lippenleserzeugnisse gegoogelt, aber die sagen alle was anderes. Ich möchte vor allem dringendst wissen, was er zu William vor dem Altar sagt. Es gibt zu viele Antowrten auf diese Frage, dass ich mich nun selbst ans Lippenlesen gemacht habt und zu folgendem Ergebnis gekommen bin:

„Let’s talk some shit to make stupid little girls crazy about knowing what I said.“