Hä, ich kann Russisch?

Manchmal erschrecke ich mich, wenn Menschen in der Stadt, Uni, Bahn eine fremde Sprache sprechen und ich sie verstehe.
Erst höre ich den Menschen eine Weile zu und denke mir nichts dabei. Dann holt mich mein deutschsprachiger Kopf ein und plötzlich muss ich feststellen, dass ich eben einem nicht-deutschen Gespräch zugehört habe. Immer passiert mir das, wenn ich Russisch außerhalb meiner Familie höre. Ich habe ja außerhalb der Familie nichts mit Russisch am Hut und daher ist es umso erschreckender, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich den russischen Austauschstudentinnten beim Lästern zuhören kann, ohne daran zu denken, dass ich mir gerade eigentlich alles in meine „Muttersprache“ übersetzen müsste.
Genau das gleiche eben bei meinem Kommentar zum Grundstudiumseintrag. Ich lese ihn nochmal und denke mir: „Wie kannst du das geeschrieben haben?! Welcher Kopf kam auf diese Wörter (nein, nicht Google-Translate) und welches Gehirn konnte daraus einen Satz machen? Doch nicht deins.“

Ein Zwischenbericht

Hallo zusammen!

Mein Grundstudium ist zwar schon seit vorletztem Semester Geschichte, aber heute konnte ich nun offiziell das letzte Modul in Germanistik abschließen (weil der Dozent endlich die richtige Leistung im registriert hat).

Als Beweis also hier ein Bild von meinem abgeschlossenen Germanistik-Grundstudium.

Mein Aufbaustudium ist auch so gut wie fertig. Diese Semester habe ich alle notwendigen Seminare besucht und muss nur noch 2,5 Hausarbeiten abgeben. Dann finito. Dann nur noch Rumsitzen-und-Atmen-Seminare.

Hilfe. Das Leben schreitet voran.

Briefende

Freut euch auf eine Auskotzerei über die Abschiedsformel „LG“. Freut euch. So long ein Zitat aus einem sehr empfehlenswerten Spiegel-Artikel:

„Sie verfolgen stattdessen eine Karriere als Unternehmerin, Designerin und Anwältin, wobei ihnen, wie den meisten Männern, dabei erst die Leichtigkeit und dann die Selbstironie abhandenkommt. Einige von ihnen befinden sich auf dem besten Weg, zu Langweilern zu mutieren, auch dieses Schicksal teilen sie mit vielen Männern. Es kann nicht nur am Alter liegen, wenn selbst junge Frauen nach einem Abendessen im Kreis von Freunden den Bewirtungsbeleg in ihre Handtasche gleiten lassen und nach einer sechs Euro teuren Taxifahrt um die Quittung bitten, vermutlich aus steuerlichen Gründen. Ihre SMS beenden sie mit „LG“, was für „Liebe Grüße“ steht. Das spart Zeit.

Sie sind die Optimier-Frauen.“

Von höfischen Problemen

Ich habe eine Kalenderproblem. Zu meinem Geburtstags habe ich insgesamt vier Kalender erhalten. Zwei Königliche (einer könglicher als der andere), einen Emanzenkalender und einen, der hässlichste, Tierpostkartenkalender. Für letzteren habe ich bereits Verwendung gefunden. Die Schenkerin darf sich auf das Jahr 2012 freuen. Der Emanzenkalender kommt in die WG-Küche. Nun zu den beiden Königlichen.

(Mein Blog hat es inzwischen zu jener beachtlichen Größe geschafft, dass ich nunmehr sogar Geschenkwünsche zuverlässig veröffentlichen und mir ihrer Erfüllung bewusst sein kann. Just saying.)

Nun aber wirklich zu meinem Problem. Zwei königliche Kalender. Einer aus dem Land der Königlichen themselves, bestellt mithilfe von google-Translate und Copy-Paste. Der andere aus kreativer Hand, mit dem royalsten aller royalen Dezembermotiven: Ich als Prinzessin Mary.
Und jetzt sagt, Freunde der Royalitäten, wohin mit den Schmuckstücken? Jede Wand in meinem Zimmer scheint der Anmut der beiden Exemplare nicht gerecht werden zu können. Jede Stelle der vier Wände scheint vor Ehrfurcht aller Königlichkeit in die Knie zu gehen. Mein Zimmer scheint den Majestäten nicht gewachsen zu sein. Es ist verflixt.

Kurze Frage!

Na, schon mal ein Dutzend „mikroskopisch kleiner“ (Zitat Dr.H.) Porzellanscherben im Fuß gehabt und damit ne Runde Kaffee serviert, um einen Tag später winselnd auf Dr.Hs Liege zu liegen und sich jede einzelne aus den Tiefen der eigenen Ferse holen zu lassen?
Nein?! Ich würde es auch nicht unbedingt weiterempfehlen.