In der Stadt

Es ist der 24. März, ich habe gestern die letzte Ethnologie-Hausarbeit meines Lebens abgegeben und habe nun eine Woche Semesterferien geschenkt bekommen. Das wollte ich nur festhalten.

Und jetzt widme ich mich dem Sommer, der gerade in die Stadt gekommen ist. Er hat seine Zelte aufgeschlagen und die ersten Eisbuden treiben bereits ihr Unwesen. Unklar ist, wie lang er bleibt, der Sommer. Klar ist, dass man deshalb jede Vorstellung in erster Reihe sehen sollte. Und mit Zugaberufen nicht sparen darf. So ist das.

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Verwandlung

Hallo Jugendband, ihr wart so wundervoll!
Ich will nicht übertreiben, aber ich tue es gerechtfertigterweise doch: Ihr wart der Soundtrack meiner ersten Autofahrten. Ihr wart die Musik, die uns Dorfkinder auf nächtlichen Fahrten in die Stadt für die Party vorbereitete. Wegen euch wurden die langen Rückfahrten erträglich und die Müdigkeit verdrängt. Ihr wart die ersten drei Lieder meiner ersten und einzigen Auto-CD. Wegen euch wurde eine solche CD gebrannt. Ihr hab mir beigebracht, dass Radio nur selten eine gute Idee ist.
Ihr habt Lieder geschrieben, wegen denen ich mit einem Tambourin nach Schweden wollte. Ihr habt gesungen, was ich gerne geschrieben hätte. Ihr ließt uns besonders sein unter all den houseaffinen Mitschülern.
Hallo Jugendband, ihr wart so großartig zu mir und meiner Pubertät!

Und dann sieht man euch freitags als DJs und ihr legt grausame Clubtanzmusik auf und möchtet, dass ich meine Hande in die Luft strecke.
Das ist nicht nett von euch.

Tu es nicht!

Vorab: Ich habe nichts gegen die Ärzte.
Aber: Wenn mein Nachbar sie so laut hört, dass mir dieses qualvolle Gröhlen aus scheinbar jeder Wohnungswand entgegenhallt. Dann. Ja, dann muss ich zugeben, dass ich etwas gegen die Ärzte habe.
Denn: Man kann die Ärzte mögen, man kann sie gröhlen, man kann sie melancholisch feiern. Mann kann zu ihnen weinen, schreien, pöbeln. Mann kann vernünftig mitsingen. All diese Sachen kann man gerne tun: im Club, auf einem Festival, auf einem 40.Geburtstag. Liebend gerne, Menschen, liebend gerne.
Trotzdem: Man hört sie nicht allein in einer wahrscheinlich semesterferienausgestorbenen Wohngemeinschaft. Man sitzt da nicht an seinem Schreibtisch, Pizzabaguette essend, und hört sämtliche Alben hoch und runter. Nein. Das macht man einfach nicht.

Das ist irgendwie. Irgendwie bitter. Auch für die Nachbarn.

Und oh, als laß mein Nachbar diese Zeilen: Er hört inzwischen spanische Klänge. Mir fällt der Künstler nur nicht ein.

Melodifestivalen

Vergleichen wir Schweden Grand-Prix-Beitrag mit letztem Jahr, so lässt sich feststellen, dass ich dieses Jahr wenigstens nicht vor Scham Schweißausbrüche kriege und auch kein Blut und Wasser wegen dieser Glasscherbennummer schwitze. Das ist ganz gut. Aber ich sage nichts mehr. Die Welt ist musikmäßig eh gegen mich.

Aber was an der ganzen Veranstaltung, die dieses Lied letztlich gewählt hat, am erstaunlichsten ist, ist dieser Auftritt:

Es singt: Sara Li. Es spricht: Björn Ranelid, ein zu solariumgebräunter skånischer Schriftsteller, der des Liedes wegen versucht, Standardschwedisch zu sprechen. Zu sprechen. Er rezitiert also während Sara singt. Und damit kam er ins Finale. Es ist krank, diese Land.

Wannabe

Wie immer, wenn ich anderes tun sollte, fahre ich mich auf Youtube fest. Tagesthema: Französische Chansons.

Und da fällt mir auf, dass ich allein für dieses Lied Französin werden würde. Wie schön ist es denn, dieses Lied mitsingen zu können? So in einer Menschenmenge und so? Ist das nicht was?

 

Geht heim, ihr Bauern!

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29.02.2012 bin ich mit der Linie 41 von D nach G. Mein Ticket habe ich auf der Seite der deutschen Bahn gebucht, bezahlt und runtergeladen, um es anschließend, wie inzischen üblich, selbst auszudrucken. Leider ist dieser Vorgang jedoch nicht bis zur RMV durchgedrungen. Denn ihr zuständiger Busfahrer erkannte mein Ticket nicht an und warnte mich vor möglichen Kontrolleuren, die das Ticket auf keinen Fall als Fahrschein gelten lassen würden. Weiterhin schien er ein solches Online-Ticket überhaupt noch nie gesehen zu haben („Was ist das?!?“) und auf die Erklärung, dies sei ein Online-Ticket, das über die Deutsche Bahn gebucht wurde, entgegnete er: „Wir haben mit der Bundesbahn nicht zu tun.“ Leider ist mir dies in diesem Bus nicht zum ersten Mal passiert, sodass ich mich jetzt mit der Bitte, ihre Mitarbeiter auf dem Laufenden bezüglich Fahrscheine (und Namensänderungen der Verkehrsbetriebe) zu halten, an Sie wende.

Vielen Dank,
Yate

Aha. Schön. Warum?

Mein Blog wurde über die Eingabe „Erasmus Studentin gefickt“ gefunden. Mehr habe ich nicht zu berichten, würde aber trotzdem gerne wissen, ob ich hier jemals über Geschlechtsverkehr von Austauschstudentinnen geschrieben habe. Ich fühle mich keiner Schuld bewusst.
Was soll das, Google?