Tu es nicht!

Vorab: Ich habe nichts gegen die Ärzte.
Aber: Wenn mein Nachbar sie so laut hört, dass mir dieses qualvolle Gröhlen aus scheinbar jeder Wohnungswand entgegenhallt. Dann. Ja, dann muss ich zugeben, dass ich etwas gegen die Ärzte habe.
Denn: Man kann die Ärzte mögen, man kann sie gröhlen, man kann sie melancholisch feiern. Mann kann zu ihnen weinen, schreien, pöbeln. Mann kann vernünftig mitsingen. All diese Sachen kann man gerne tun: im Club, auf einem Festival, auf einem 40.Geburtstag. Liebend gerne, Menschen, liebend gerne.
Trotzdem: Man hört sie nicht allein in einer wahrscheinlich semesterferienausgestorbenen Wohngemeinschaft. Man sitzt da nicht an seinem Schreibtisch, Pizzabaguette essend, und hört sämtliche Alben hoch und runter. Nein. Das macht man einfach nicht.

Das ist irgendwie. Irgendwie bitter. Auch für die Nachbarn.

Und oh, als laß mein Nachbar diese Zeilen: Er hört inzwischen spanische Klänge. Mir fällt der Künstler nur nicht ein.

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