Feels like Frohe Weihnachten

Ich lief durch die Straß und fühlte mich eigenartig. Da war so eine Gemütslage, die mir bekannt vorkam und die ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht einzuschätzen wusste. So ging ich von Rewe zu DM und sinnierte darüber, was das denn für eine Gemütslage ist, in der ich mich befand. Sie war speziell, irgendwie aufgeregt und erwartend. Draußen war es fast dunkel, ich hatte eine Herbstjacke an und war auf dem Weg, meine letzten Besorgungen für heute Abend zu erledigen. Den Verkäuferinnen wollte ich zum Abschied nicht nur Tschüss sagen, sondern irgendetwas wünschen. Frohe Weihnachten, Schöne Feiertage, irgendwas. Doch ich wusste nicht was. Ich wusste nur, dass heute ein besonderer Tag ist und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen:
Denn heute Abend, wie wir alle wissen, beginnt eine neue Ära. Ein neues Zeitalter schlägt an. Altes wird erneuert, Überholtes vergessen. Ein Neubeginng für alle Menschen.

Heute Abend läuft „Wetten, dass…?“ das erste Mal mit Markus Lanz. Ohne Thomas.

Und da, als ich wieder darüber nachdachte, wie das alles werden sollte, was passieren wird, worüber gesprochen werden wird, genau da fiel mir ein, woher ich diese wunderliche Stimmungslage bereits kannte: Heiligabend.
Heute komme ich mir vor wie Heiligabend. Der Anfang des Tages ist ein Werktag, man kann noch einkaufen gehen. Aber nicht lange, denn zum Nachmittag sollte man sich zuhause einfinden und anfangen zu essen. Für das große Essen könnte man vorher noch fehlende Zutaten kaufen. Und den ganzen Tag, auch Tage und Wochen vorher schon, überlegt man sich, was an diesem Abend passieren könnte. Wie ist das Essen, die Gäste, die Geschenke? In der Kirche reden sie von einem Neuanfang, von Weihnachten als große Hoffnung für alle Menschen. Man soll sich nicht fürchten, alles wird gut, Jesus ist da.

Im ZDF reden sie auch von einem Neuanfang, seit Tagen feiert das Morgenmagazin Advent und fiebert dem Messias Lanz entgegen. Aus dem Dunkel der „Wetten, dass..?“-losen Zeit bahn sich Licht an, wie werden alle froh, wir können samstags wieder nach dem Abendessen berühmten Menschen beim Quatschen zusehen. Das wissen wir. Aber wir wissen nicht, was genau passieren wird. Wir kennen nur die Rahmenbedingungen: Wie an Heiligabend: Wir wissen, dass es Essen, Gäste und, wenn man Glück hat, Geschenke geben wird. Wir wissen aber nicht, was drin sein wird.

Und so zitiere ich zum Abschluss meiner sinnlosen Huldigung dieses Tages aus dem Evangelium, bevor ich mich dem eigens für heute angeschafften Apfelkuchen widmen werde:
„Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.“

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